Europäisches Blackjack (6 Decks)

Das Sechs-Deck-Spiel der europäischen Casinos — ohne verdeckte Karte, aber mit Verdoppeln auf beliebige zwei Karten und nach dem Teilen.

≈0,5 % Hausvorteil in unserer Simulation von 300.000 Runden mit sechs Decks, S17, Verdoppeln auf beliebige zwei Karten, DAS und ohne Aufgeben. Veröffentlichte Zahlen passen dazu: etwa 0,4 % für dieselben Regeln mit Peek des Dealers, plus etwa 0,1 % dafür, dass es keine verdeckte Karte gibt.

Europäisches Blackjack (6 Decks) kostenlos spielen

Über Europäisches Blackjack (6 Decks)

Das ist das europäische Spiel, wie es in Spielbanken in ganz Europa, in Großbritannien und anderswo gegeben wird: ein Schlitten mit sechs Decks, der Dealer hält auf weicher 17, und — die prägende Regel — es gibt keine verdeckte Karte. Der Dealer nimmt eine offene Karte und zieht die zweite erst, wenn alle Spieler fertig sind.

Verglichen mit unserer Seite zum Europäischen Blackjack, die die strengere Version mit zwei Decks behandelt, sind die Regeln großzügiger: Du darfst auf beliebige erste zwei Karten verdoppeln, nach dem Teilen verdoppeln und bis zu vier Hände bilden. Verglichen mit dem amerikanischen Blackjack fehlen zwei Dinge: der Blick des Dealers auf einen Blackjack (Peek) und das Aufgeben.

Genau der fehlende Peek verändert dein Spiel. Ergibt die zweite Karte des Dealers einen Blackjack, kassiert er auch deine verdoppelten und geteilten Einsätze, nicht nur den ursprünglichen Einsatz — deshalb sind einige Verdopplungen und Teilungen gegen eine Dealer-10 oder ein Ass, die im amerikanischen Spiel richtig sind, hier falsch.

Die Regeln auf einen Blick

Regelübersicht für Europäisches Blackjack (6 Decks)
Decks6
Dealer bei weicher 17Hält (S17)
Verdeckte KarteKeine — der Dealer nimmt eine Karte und die zweite erst, wenn alle Spieler fertig sind
VerdoppelnAuf beliebige erste zwei Karten
Verdoppeln nach dem TeilenErlaubt (DAS)
TeilenBis zu 4 Hände; Asse dürfen nicht erneut geteilt werden und bekommen je eine Karte
AufgebenNicht angeboten
Blackjack zahlt3:2
VersicherungAngeboten, wenn der Dealer ein Ass zeigt
Dealer-Blackjack kassiertDeinen ursprünglichen Einsatz plus verdoppelte und geteilte Einsätze

Die Regeln unterscheiden sich von Casino zu Casino. Prüf immer die Auszahlung für Blackjack und die Soft-17-Regel des Dealers; sie verändern den Hausvorteil stärker als alles andere auf dieser Seite.

Was das Spiel besonders macht

Keine verdeckte Karte

Wie im europäischen Spiel mit zwei Decks: Du riskierst verdoppelte und geteilte Einsätze gegen einen Blackjack, den der Dealer noch gar nicht gezogen hat.

Verdoppeln auf beliebige zwei Karten

Anders als in der Version mit zwei Decks (nur harte 10 und 11) darfst du auf jede Starthand verdoppeln, weiche Hände eingeschlossen.

Verdoppeln nach dem Teilen, bis zu vier Hände

Auch das fehlt im Zwei-Deck-Spiel. Nur Asse werden nicht erneut geteilt, und jedes geteilte Ass bekommt eine Karte.

Kein Aufgeben

Wie im europäischen Spiel mit zwei Decks und anders als an vielen amerikanischen Tischen: Die schlechtesten Hände, etwa 16 gegen 10, musst du ausspielen.

Wie sich die Basisstrategie ändert

Das sind die wichtigsten Entscheidungen, die von der Standardtabelle abweichen. Die vollständige Tabelle für jedes Spiel findest du auf seiner Strategieseite.

Pik 6Herz 5vs.Kreuz 10

Harte 11 gegen Dealer 10 oder Ass

Standard: Verdoppeln Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte

Es gibt keinen Peek: Ergibt die zweite Karte des Dealers einen Blackjack, kassiert er auch den verdoppelten Einsatz.

Pik 8Herz 8vs.Kreuz 10

Paar 8er gegen Dealer 10

Standard: Teilen Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte

Teilen setzt einen zweiten Einsatz gegen einen Blackjack, den der Dealer noch nicht gezogen hat. Eine einzige Hand mit 16 ist der billigere Verlust.

Pik 8Herz 8vs.Kreuz Ass

Paar 8er gegen Dealer-Ass

Standard: Aufgeben (sonst Teilen) Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte

Aufgeben gibt es nicht, und Teilen würde verdoppeln, was ein Dealer-Blackjack kassiert.

Pik AssHerz Assvs.Kreuz Ass

Paar Asse gegen Dealer-Ass

Standard: Teilen Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte

Gleiche Überlegung — setz keinen zweiten Einsatz gegen ein Ass aufs Spiel, dessen zweite Karte noch kommt.

Pik 10Herz 6vs.Kreuz 10

Harte 15 und 16 gegen Dealer 10 oder Ass

Standard: Aufgeben Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte

Aufgeben wird nicht angeboten, also spielst du diese Hände aus. Nimm eine Karte — mit 16 auch gegen eine 9.

Pik 10Herz 7vs.Kreuz Ass

Harte 17 gegen Dealer-Ass

Standard: Aufgeben Europäisches Blackjack (6 Decks): Halten

Ohne Aufgeben hältst du 17 gegen ein Ass.

Pik AssHerz 7vs.Kreuz 2

Weiche 18 (A,7) gegen Dealer 2

Standard: Verdoppeln (sonst Halten) Europäisches Blackjack (6 Decks): Halten

Der Dealer hält hier auf weicher 17, und diese Verdopplung lohnt sich nur gegen einen Dealer, der auf weicher 17 zieht.

Pik AssHerz 8vs.Kreuz 6

Weiche 19 (A,8) gegen Dealer 6

Standard: Verdoppeln (sonst Halten) Europäisches Blackjack (6 Decks): Halten

Gleicher Grund: Diese Verdopplung auf weiche 19 ist nur richtig, wenn der Dealer auf weicher 17 zieht.

Was das fürs Kartenzählen bedeutet

Hi-Lo funktioniert ganz normal: Der Count folgt den Karten, die den Schlitten verlassen haben, nicht dem Zeitpunkt, an dem der Dealer zieht, und den True Count bekommst du wie gewohnt, indem du durch die verbleibenden Decks teilst. Zwei Arten von Entscheidungen verhalten sich ohne verdeckte Karte anders: die Versicherung, die erst abgerechnet wird, nachdem deine Hand gespielt ist, und Verdoppeln oder Teilen gegen eine Dealer-10 oder ein Ass, wo ein Dealer-Blackjack auch den zusätzlichen Einsatz kassiert. Die Count-Tipps auf dieser Seite sind für Spiele mit Peek berechnet, wende sie hier also nicht unverändert an.

Übe mit einem passenden Schlitten im Zähltrainer.

Wo du es findest

Das übliche Spiel in Spielbanken in weiten Teilen Europas und in Großbritannien, und auch anderswo verbreitet. Die Details unterscheiden sich von Casino zu Casino, prüfe also vor dem Hinsetzen die Verdopplungsregeln, das Verdoppeln nach dem Teilen und was ein Dealer-Blackjack kassiert.

Häufige Fragen

Was unterscheidet dieses Spiel vom Europäischen Blackjack mit zwei Decks?

Das Zwei-Deck-Spiel auf unserer Seite zum Europäischen Blackjack ist strenger: Verdoppeln nur auf harte 10 und 11, meist kein Verdoppeln nach dem Teilen und nur einmal Teilen pro Hand. Hier darfst du auf beliebige erste zwei Karten verdoppeln, nach dem Teilen verdoppeln und bis zu vier Hände bilden. Beide Spiele haben keine verdeckte Karte und kein Aufgeben.

Verliere ich bei einem Dealer-Blackjack auch verdoppelte und geteilte Einsätze?

Ja. Der Dealer zieht seine zweite Karte erst, nachdem du gespielt hast, und ein Blackjack kassiert deinen ursprünglichen Einsatz plus alle verdoppelten und geteilten Einsätze. Deshalb nimmst du mit 11 gegen eine 10 oder ein Ass hier eine Karte, statt zu verdoppeln.

Kann ich eine amerikanische Basisstrategie-Tabelle benutzen?

Für die meisten Hände ja. Die wichtigsten Unterschiede stehen oben: 11 nicht verdoppeln und 8er nicht teilen gegen eine 10 oder ein Ass, Asse nicht gegen ein Ass teilen, Hände, die du aufgeben würdest, ausspielen, und die weichen Verdopplungen, die sich nur gegen einen auf weicher 17 ziehenden Dealer lohnen, werden zu Halten.

Quellen

Weitere Blackjack-Varianten