Europäisches Blackjack (6 Decks)
Das Sechs-Deck-Spiel der europäischen Casinos — ohne verdeckte Karte, aber mit Verdoppeln auf beliebige zwei Karten und nach dem Teilen.
Über Europäisches Blackjack (6 Decks)
Das ist das europäische Spiel, wie es in Spielbanken in ganz Europa, in Großbritannien und anderswo gegeben wird: ein Schlitten mit sechs Decks, der Dealer hält auf weicher 17, und — die prägende Regel — es gibt keine verdeckte Karte. Der Dealer nimmt eine offene Karte und zieht die zweite erst, wenn alle Spieler fertig sind.
Verglichen mit unserer Seite zum Europäischen Blackjack, die die strengere Version mit zwei Decks behandelt, sind die Regeln großzügiger: Du darfst auf beliebige erste zwei Karten verdoppeln, nach dem Teilen verdoppeln und bis zu vier Hände bilden. Verglichen mit dem amerikanischen Blackjack fehlen zwei Dinge: der Blick des Dealers auf einen Blackjack (Peek) und das Aufgeben.
Genau der fehlende Peek verändert dein Spiel. Ergibt die zweite Karte des Dealers einen Blackjack, kassiert er auch deine verdoppelten und geteilten Einsätze, nicht nur den ursprünglichen Einsatz — deshalb sind einige Verdopplungen und Teilungen gegen eine Dealer-10 oder ein Ass, die im amerikanischen Spiel richtig sind, hier falsch.
Die Regeln auf einen Blick
| Decks | 6 |
|---|---|
| Dealer bei weicher 17 | Hält (S17) |
| Verdeckte Karte | Keine — der Dealer nimmt eine Karte und die zweite erst, wenn alle Spieler fertig sind |
| Verdoppeln | Auf beliebige erste zwei Karten |
| Verdoppeln nach dem Teilen | Erlaubt (DAS) |
| Teilen | Bis zu 4 Hände; Asse dürfen nicht erneut geteilt werden und bekommen je eine Karte |
| Aufgeben | Nicht angeboten |
| Blackjack zahlt | 3:2 |
| Versicherung | Angeboten, wenn der Dealer ein Ass zeigt |
| Dealer-Blackjack kassiert | Deinen ursprünglichen Einsatz plus verdoppelte und geteilte Einsätze |
Die Regeln unterscheiden sich von Casino zu Casino. Prüf immer die Auszahlung für Blackjack und die Soft-17-Regel des Dealers; sie verändern den Hausvorteil stärker als alles andere auf dieser Seite.
Was das Spiel besonders macht
Keine verdeckte Karte
Wie im europäischen Spiel mit zwei Decks: Du riskierst verdoppelte und geteilte Einsätze gegen einen Blackjack, den der Dealer noch gar nicht gezogen hat.
Verdoppeln auf beliebige zwei Karten
Anders als in der Version mit zwei Decks (nur harte 10 und 11) darfst du auf jede Starthand verdoppeln, weiche Hände eingeschlossen.
Verdoppeln nach dem Teilen, bis zu vier Hände
Auch das fehlt im Zwei-Deck-Spiel. Nur Asse werden nicht erneut geteilt, und jedes geteilte Ass bekommt eine Karte.
Kein Aufgeben
Wie im europäischen Spiel mit zwei Decks und anders als an vielen amerikanischen Tischen: Die schlechtesten Hände, etwa 16 gegen 10, musst du ausspielen.
Wie sich die Basisstrategie ändert
Das sind die wichtigsten Entscheidungen, die von der Standardtabelle abweichen. Die vollständige Tabelle für jedes Spiel findest du auf seiner Strategieseite.
Harte 11 gegen Dealer 10 oder Ass
Standard: Verdoppeln Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte
Es gibt keinen Peek: Ergibt die zweite Karte des Dealers einen Blackjack, kassiert er auch den verdoppelten Einsatz.
Paar 8er gegen Dealer 10
Standard: Teilen Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte
Teilen setzt einen zweiten Einsatz gegen einen Blackjack, den der Dealer noch nicht gezogen hat. Eine einzige Hand mit 16 ist der billigere Verlust.
Paar 8er gegen Dealer-Ass
Standard: Aufgeben (sonst Teilen) Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte
Aufgeben gibt es nicht, und Teilen würde verdoppeln, was ein Dealer-Blackjack kassiert.
Paar Asse gegen Dealer-Ass
Standard: Teilen Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte
Gleiche Überlegung — setz keinen zweiten Einsatz gegen ein Ass aufs Spiel, dessen zweite Karte noch kommt.
Harte 15 und 16 gegen Dealer 10 oder Ass
Standard: Aufgeben Europäisches Blackjack (6 Decks): Karte
Aufgeben wird nicht angeboten, also spielst du diese Hände aus. Nimm eine Karte — mit 16 auch gegen eine 9.
Harte 17 gegen Dealer-Ass
Standard: Aufgeben Europäisches Blackjack (6 Decks): Halten
Ohne Aufgeben hältst du 17 gegen ein Ass.
Weiche 18 (A,7) gegen Dealer 2
Standard: Verdoppeln (sonst Halten) Europäisches Blackjack (6 Decks): Halten
Der Dealer hält hier auf weicher 17, und diese Verdopplung lohnt sich nur gegen einen Dealer, der auf weicher 17 zieht.
Weiche 19 (A,8) gegen Dealer 6
Standard: Verdoppeln (sonst Halten) Europäisches Blackjack (6 Decks): Halten
Gleicher Grund: Diese Verdopplung auf weiche 19 ist nur richtig, wenn der Dealer auf weicher 17 zieht.
Was das fürs Kartenzählen bedeutet
Hi-Lo funktioniert ganz normal: Der Count folgt den Karten, die den Schlitten verlassen haben, nicht dem Zeitpunkt, an dem der Dealer zieht, und den True Count bekommst du wie gewohnt, indem du durch die verbleibenden Decks teilst. Zwei Arten von Entscheidungen verhalten sich ohne verdeckte Karte anders: die Versicherung, die erst abgerechnet wird, nachdem deine Hand gespielt ist, und Verdoppeln oder Teilen gegen eine Dealer-10 oder ein Ass, wo ein Dealer-Blackjack auch den zusätzlichen Einsatz kassiert. Die Count-Tipps auf dieser Seite sind für Spiele mit Peek berechnet, wende sie hier also nicht unverändert an.
Übe mit einem passenden Schlitten im Zähltrainer.
Wo du es findest
Das übliche Spiel in Spielbanken in weiten Teilen Europas und in Großbritannien, und auch anderswo verbreitet. Die Details unterscheiden sich von Casino zu Casino, prüfe also vor dem Hinsetzen die Verdopplungsregeln, das Verdoppeln nach dem Teilen und was ein Dealer-Blackjack kassiert.
Häufige Fragen
Was unterscheidet dieses Spiel vom Europäischen Blackjack mit zwei Decks?
Das Zwei-Deck-Spiel auf unserer Seite zum Europäischen Blackjack ist strenger: Verdoppeln nur auf harte 10 und 11, meist kein Verdoppeln nach dem Teilen und nur einmal Teilen pro Hand. Hier darfst du auf beliebige erste zwei Karten verdoppeln, nach dem Teilen verdoppeln und bis zu vier Hände bilden. Beide Spiele haben keine verdeckte Karte und kein Aufgeben.
Verliere ich bei einem Dealer-Blackjack auch verdoppelte und geteilte Einsätze?
Ja. Der Dealer zieht seine zweite Karte erst, nachdem du gespielt hast, und ein Blackjack kassiert deinen ursprünglichen Einsatz plus alle verdoppelten und geteilten Einsätze. Deshalb nimmst du mit 11 gegen eine 10 oder ein Ass hier eine Karte, statt zu verdoppeln.
Kann ich eine amerikanische Basisstrategie-Tabelle benutzen?
Für die meisten Hände ja. Die wichtigsten Unterschiede stehen oben: 11 nicht verdoppeln und 8er nicht teilen gegen eine 10 oder ein Ass, Asse nicht gegen ein Ass teilen, Hände, die du aufgeben würdest, ausspielen, und die weichen Verdopplungen, die sich nur gegen einen auf weicher 17 ziehenden Dealer lohnen, werden zu Halten.
Quellen
Weitere Blackjack-Varianten
- Europäisches BlackjackDas Spiel ohne verdeckte Karte — der Dealer nimmt seine zweite Karte erst, wenn du fertig bist.
- Amerikanisches BlackjackDas Spiel mit verdeckter Karte, für das jede Standardtabelle der Basisstrategie geschrieben ist.
- Atlantic City BlackjackAcht Decks, aber eines der spielerfreundlichsten Regelwerke, die du finden wirst.
- Vegas Strip BlackjackVier Decks, der Dealer hält bei weicher 17 — und kein Aufgeben als Rettungsanker.
- Single-Deck-BlackjackDie besten Chancen im Blackjack — oder die schlechtesten, ganz abhängig von der Auszahlung.
- Spanish 21Alle Zehnen aus dem Deck entfernt — und dafür ein ganzer Stapel Spielerboni als Ausgleich.
- Blackjack SwitchZwei Hände gleichzeitig — und das Recht, ihre zweiten Karten zu tauschen, bevor du sie spielst.
- Free Bet BlackjackVerdopple auf 9, 10 und 11 und teile deine Paare mit dem Geld des Hauses — aber eine Dealer-22 ist unentschieden.
- Double Exposure BlackjackBeide Dealerkarten offen ausgeteilt — im Tausch gegen Blackjacks zu 1:1 und verlorene Gleichstände.
- Double Attack BlackjackErst die offene Karte des Dealers sehen, dann entscheiden, ob du deinen Einsatz verdoppelst.
- Super Fun 21Verdoppeln auf beliebig viele Karten und automatischer Gewinn mit sechs Karten und 20 oder weniger — dafür zahlt ein Blackjack nur 1:1.
- PontoonDer britische Cousin des Blackjack: Twist, Stick, Kaufen — und ein Fünf-Karten-Trick, der eine 21 schlägt.
- Chinesisches Blackjack (Ban-Luck)Das 21-Hausspiel Südostasiens — bei dem ein Ass 10 wert sein kann und ein Paar Asse 3 zu 1 zahlt.